Milieuschutz im Umfeld der Delbrückstraße

Bei der Erteilung der Genehmigungsfreistellung wies das Bezirksamt Neukölln darauf hin, dass die Delbrückstraße zu einem Wohngebiet gehört, in dem besondere Mieterschutzrechte gelten. Diese sind bei der Vermietung zu beachten.

Soziales Erhaltungsgebiet ist hierzu die behördliche Sprache.

Müllraum

Die Umplanung des Erdgeschosses hat dazu geführt, dass rechts von dem Hauseingang ein von außen zugänglicher Müllraum eingerichtet wird. Innerhalb geschlossener Räume sind für die Lagerung von Müll besondere Anforderungen zu beachten. Zuständig dafür ist das Amt für Stadtentwicklung, außerdem bieten die Berliner Stadtreinigungsbetriebe BSR hierzu ihre Unterstützung an.

Folgende Anforderungen sind dabei zu berücksichtigen:

  • Die Trennwände und Decken als raumabschließende Bauteile müssen die Feuerwiderstandsfähigkeit der tragenden Wände haben.
  • Die Öffnungen vom Gebäudeinneren zum Müllraum müssen feuerhemmende, dicht- und selbstschließende Abschlüsse haben.
  • Eine ständig wirksame Lüftung ist notwendig.
  • Müllräume müssen von draußen (vom Freien) direkt zugänglich sein, die Türöffnung muss wahrscheinlich 1,5 Meter sein.
  • In Müllräumen soll zwischen den Abfallbehältern und zu Seitenwänden jeweils 20 Zentimeter Abstand sein. Bei 2-reihig aufgestellten Tonnen soll zwischen den Reihen mindestens 1,5 Meter Abstand sein.
  • Es ist zu prüfen, ob wegen der barrierefreien Wohnungen im EG des Hauses auch der Zugang zu dem Müllraum barrierearm ausgestaltet werden muss.

Bauordnung Berlin

Als Käufer können wir zwar zu Recht erwarten, dass unser Bauvorhaben entsprechend der Anforderungen der Bauordnung in Berlin errichtet wird. Doch ohne die Möglichkeit zur Überprüfung bestimmter Aussagen unserer Ansprechpartner in der HB, wird es nicht gehen. Deswegen hier ein Link auf die Gesetzestexte in Berlin.

Drei Punkte seine hier direkt erwähnt, weil sie in jüngster Vergangenheit schon diskutiert wurden:

§ 11 Baustelle

(1) Baustellen sind so einzurichten, dass bauliche Anlagen ordnungsgemäß errichtet, geändert oder beseitigt werden können und Gefahren oder vermeidbare Belästigungen nicht entstehen.

(2) Bei Bauarbeiten, durch die unbeteiligte Personen gefährdet werden können, ist die Gefahrenzone abzugrenzen oder durch Warnzeichen zu kennzeichnen. Soweit erforderlich, sind Baustellen mit einem Bauzaun abzugrenzen, mit Schutzvorrichtungen gegen herabfallende Gegenstände zu versehen und zu beleuchten.

(3) Bei der Ausführung nicht verfahrensfreier Bauvorhaben hat die Bauherrin oder der Bauherr an der Baustelle ein Schild, das die Bezeichnung des Bauvorhabens sowie die Namen und Anschriften der Entwurfsverfasserin oder des Entwurfsverfassers, der Bauleiterin oder des Bauleiters und der Unternehmerin oder des Unternehmers für den Rohbau enthalten muss, dauerhaft und von der öffentlichen Verkehrsfläche aus sichtbar anzubringen.

(4) Bäume, Hecken und sonstige Bepflanzungen, die auf Grund anderer Rechtsvorschriften zu erhalten sind, müssen während der Bauausführung geschützt werden.

§ 12 Standsicherheit

(1) Jede bauliche Anlage muss im Ganzen und in ihren einzelnen Teilen für sich allein standsicher sein. Die Standsicherheit anderer baulicher Anlagen und die Tragfähigkeit des Baugrundes der Nachbargrundstücke dürfen nicht gefährdet werden.

(2) Die Verwendung gemeinsamer Bauteile für mehrere bauliche Anlagen ist zulässig, wenn öffentlich-rechtlich gesichert ist, dass die gemeinsamen Bauteile bei der Beseitigung einer der baulichen Anlagen bestehen bleiben können.

§ 14 Brandschutz
Bauliche Anlagen sind so anzuordnen, zu errichten, zu ändern und instand zu halten, dass der Entstehung eines Brandes und der Ausbreitung von Feuer und Rauch (Brandausbreitung) vorgebeugt wird und bei einem Brand die Rettung von Menschen und Tieren sowie wirksame Löscharbeiten möglich sind.